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Bildhafte Sprache im Instrumental-Unterricht — 4 Kommentare

  1. Liebe Andrea Holzer-Rhomberg! Herzlichen Dank für die wertvollen Anregungen, auf die ich mich jede Woche freue! Die Idee des Bilderpools finde ich super und hoffe, dass sich viele daran beteiligen. Ich hoffe, dass mein Beitrag nützlich sein kann.
    Lernschritt: der linke Fingeraufsatz
    Bild dazu: die Fingerspitzen sind wie Hundenasen und „schnüffeln“ nach dem Ton.
    Lernschritt: gerades Streichen
    Bild dazu: „Rutschbahn“ der rechten Finger auf der Bogenstange, während der Bogen (von der linken Hand/ oder vom LehrerIn an der Spitze gehalten) auf der D-Saite liegt.

  2. Sehr schöne Idee!
    Ich schreibe jetzt eher spontan, was mir zu dem Thema einfällt. Nicht systematisch und überhaupt nicht vollständig und nicht auf die ersten Schritte beschränkt.

    Wenn die linke Hand zusammenkneift: „Stell dir vor, du hast eine kleine Kirschtomate zwischen Daumen und Zeigefinger. Zerquetschen wäre ziemlich blöd für den Fußboden.“

    Für einen geraden Strich (bei kleinen Kindern): Wir positionieren ein Kuscheltier so auf dem Boden, dass beim Hinspielen zu diesem Tier auf der D-und A-Saite ein gerader Strich das Ergebnis ist. Bei der E-Saite zielen wir zum linken Fuß – vorausgesetzt, das Kind steht mit seinem linken Fuß einen kleinen Schritt vor dem rechten. Später reicht die innere Vorstellung vom Kuscheltier.

    Martelé-Striche: „Spiel so, als ob du einen Pfeil abschießt.“

    Tremolo: „Finger in die Steckdose und los.“

    Leise Passagen: „Spiel so als wenn du sie Saite mit deinem Bogen streichelst.“ Oder: „Als wenn ein Windhauch sanft über die Saiten streicht.“

    Bei schnellen Läufen: „Fühl mal, wie wunderbar deine Finger auf den Saiten herumtanzen/-flitzen können.“

    „Tu mal so, als ob du das schon kannst“ Wirkt Wunder, wenn ich es sehr dosiert einsetze.

    Neulich spielte ein Schüler Bach wie Wagner oder so. Ich: „Hej, das klingt ja furchtbar gewalttätig (Grinsen von Seiten des Schülers), tu das dem armen Bach nicht an.“

    Bei ruhigen, stillen, eher schüchternen Kindern: „Bist du manchmal eigentlich auch laut und wütend? Kennst du ein Kind, das so ist und dich fast schon nervt? Dann spiel mal genauso wie dieses Kind spielen würde.“

    Für einen schönen offenen Klang: „Lass die Geige den Bogen tragen und stell dir vor, du hast eine Handvoll Federn in der rechten Hand, die du auf keinen Fall zerdrücken möchtest.“

    Für laute schwere Klänge auf der G-Saite: „Spiel so als wenn ein großer, dicker Elefant Schritt für Schritt vorangeht.“

    Wenn (ungebundene) Läufe zusammenhanglos gespielt werden: „Das klingt wie Krümel, die auseinander fallen. Jetzt spiel die Töne wie aufgereiht an einer Perlenkette.“

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe keine Ahnung, ob ich hier nur Selbstverständlichkeiten aufgeschrieben habe oder ob es irgendjemandem neue Ideen gibt.

    Herzliche Grüße, Irmgard Fliegner

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