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Musik hören – Musik verstehen – Musik spielen — 7 Kommentare

  1. Liebe Frau Holzer-Rhomberg!
    Ich freue mich, daß ich Ihren Newsletter abonniert habe, auch wenn ich Kontrabassist bin – ich profitiere immer.
    Die kleinen Spiele zur Flexibilisierung der Bogenhand vom letzten Mal sind schon ausprobiert und werden heute noch eingesetzt!
    Grüße von der Bassgeige aus – Ihr Michael Pöhlmann

  2. Liebe Frau Holzer-Rhomberg,
    dieses Thema liegt mir auch schon lange am Herzen. Ich unterrichte seit vielen Jahren Vorschulkinder in einem extra für diese Altersgruppe entwickelten Kurs im Gruppenunterricht. Vor einigen Jahren entschied ich, dass ein Bestandteil dieses Kurses das gemeinsame Musikhören sein soll. Seitdem bringe ich in regelmäßigen Abständen Musik mit. Für das Hören von Musik sitzen die Kinder auf Matten und eine „Regel“ besagt, dass in dieser Zeit außer der Musik Stille sein soll. Die Kinder müssen die Musik nicht mögen, aber ich möchte, dass sie lernen, dass man trotzdem still zuhören kann, auch wenn es nicht immer gefällt.
    Anschließend sprechen wir darüber und tauschen uns aus. Danach hören wir das Stück noch einmal und jedes Kind darf selbst entscheiden, ob es dazu etwas malen möchte oder noch einmal still lauschen.
    Die Kinder besitzen außerdem ein Musiktagebuch, in das wir zu jedem Werk einen kleinen Zettel einkleben mit einem Bild des Komponisten, den Lebensdaten, Werkbezeichnung und eventuell einer kleinen Zusatzinformation (z.B. Was eine Serenade ist oder was Largo bedeutet). Mit Hilfe dieser Informationen bitte ich die Eltern sich das Stück zu Hause noch einmal mit dem Kind anzuhören.
    Meine Erfahrung ist eine große Dankbarkeit der Eltern für diese kleinen Inspirationen und viel Begeisterung der Kinder wenn sie sehen, dass der CD-Spieler in der Stunde an die Reihe kommen wird.
    Hier noch ein kleiner Einblick in die weiteren Vorteile:
    Wenn ich nach Ansicht der Kinder zu lange zupfen lasse, anstatt mit dem Bogen zu kratzen, bringe ich gerne das Playful Pizzicato aus der Simple Symphonie von Britten und schon haben wir ein Argument besonders schön zu zupfen 😉
    Damit viele Grüße und viel Freude beim Musikhören
    Sandra Gamberger

    • Liebe Frau Gamberger,
      vielen Dank für Ihre so interessanten Ausführungen! Sie beschreiben genau das, was ich meine! Auch zuhören kann man lernen! Vieles, das einem beim ersten Hören vielleicht nicht unbedingt zusagt, erweist sich dann bei mehrmaligem Hören als große Bereicherung! Wenn man erst einmal „eingetaucht“ ist in diese Welt …
      Herzliche Grüße,
      Andrea Holzer-Rhomberg

  3. Liebe Andrea,
    Du schreibst mir aus der Seele. Ich werde meine Schüler aufgrund Deines letzten Newsletters wieder einmal dazu auffordern, mehr GEIGENmusik zu hören. Ich bin ganz Deiner Meinung- nur eine Sprache, die man versteht, kann man auch gut sprechen bzw. spielen. Danke immer wieder für Deine Anregungen!!!
    Ganz liebe Grüße, Ulrike Winkler

    • Vielen Dank, liebe Ulrike!
      Ich selbst höre nach wie vor gerne Radio (ja, auch in Zeiten, wo man fast nur noch bewegte Bilder anschaut!) und stoße dabei immer wieder auf musikalische „Schätze“! Ich finde das ungemein inspirierend!
      Liebe Grüße,
      Andrea

  4. Liebe Frau Holzer-Romberg,

    das ist eine wunderbare Idee von Ihnen. Meine Schüler beauftrage ich oft damit, sich klassische Literatur auch anzuhören, gebe CDs raus und schicke einen YouTube Link. Haben sie sich eine Playliste zusammengestellt? Wenn ja, haben sie Höraufgaben für verschiedene Altersgruppen konzipiert? Wie komplex waren die Aufnahmen – eine große Symphonie ist für viele vielleicht zu anspruchsvoll. Wie ist da ihre Erfahrung?

    Herzliche Grüße
    Wiebke Buschart

    • Liebe Frau Buschart,
      vielen Dank für Ihren Beitrag! Nein, ich habe nicht direkt Playlisten für Schüler der verschiedenen Altersstufen, ich suche meistens etwas aus, was gerade zur Lernaufgabe des jeweiligen Schülers passt. Wenn jemand z.B. eine Air Varié von Dancla spielt, suche ich für ihn ein Video oder Hörbeispiel mit dem Thema, das Dancla seiner Komposition zugrunde gelegt hat. Das sind oft Arien aus einer Oper. Es ist für die Schüler höchst interessant zu hören, woher dieses Thema stammt und wie es im Original klingt. Man kann bei so einem „Vergleich“ von Stimme und Streichinstrument z. B. sehr gut an der Phrasierung arbeiten oder über verschiedene Arten des Vibrato diskutieren usw.
      Und – Sie haben völlig recht – ganze Symphonien wären in diesem Fall nicht nur zu anspruchsvoll, sondern auch viel zu umfangreich. Auch das Hören muss man langsam „aufbauen“. Auch da muss man „hineinwachsen“. Ganze Playlisten mit Höraufgaben für verschiedene Altersgruppen zu erstellen – also ein umfassendes Konzept – wäre eine absolut lohnende Aufgabe, braucht allerdings viel Zeit – sehr viel Zeit! Da mir in erster Linie der Zusammenhang zum momentanen Lerninhalt des jeweiligen Schülers wichtig ist, gestalte ich das mit den Hörbeispielen und Höraufgaben für die Schüler wirklich ganz individuell.
      Liebe Grüße,
      Andrea Holzer-Rhomberg

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