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Motivation in „konzertloser“ Zeit — 19 Kommentare

  1. Liebe Andrea,
    das klingt spannend und schön! Mit welchem Programm führst du die Videos zusammen?
    Über die Motivation denke ich auch viel nach. Vor allem, da wir in Baden-Württemberg erst bei einer Inzidenz wieder Präsenzunterricht machen dürfen, von der wir noch weiter weg sind. Ich werde es jetzt mit Online-Gruppenunterricht versuchen und bin da übrigens noch sehr dankbar für Ideen und Tipps 😉
    Viele Grüße und danke für die Ideen,
    Christina

    • Liebe Christina,
      die Videos führe ich mit Magix Video deluxe zusammen. Das ist ein ziemlich leistungsfähiges Programm. Man kann Videoau8sschnitte größer oder kleiner machen sowie beliebig positionieren. So kann man mehrere Kinder gleichzeitig im Bild spielen sehen. Allerdings braucht jede einzelne Aufnahme auch eine eigene Video-Spur. Ich hoffe, dass die Anzahl der belegbaren Spuren für mein jetziges Projekt auch ausreichen!
      Liebe Grüße,
      Andrea

  2. Danke für Ihren Bericht, liebe Frau Holzer-Rhomberg! Das klingt nach sehr viel Arbeit für Sie…In den letzten beiden Wochen maßen sich viele Schüler meiner Violinklasse in einem 15-tägigen Übe-Wettbewerb miteinander. Die SchülerInnen im Alter von 5 bis 30 Jahren notierten jeden Tag ihre Übezeiten in einem übers Internet gemeinsam zugänglichen Dokument. Viele entwickelten dabei einen ausgesprochenen Sportsgeist und rückten auf diese Weise dem ehrgeizigen Ziel zu gewinnen sehr nahe. Die Übe-Challenge endete letzten Samstag wieder mit einem gemeinsamen Online-Konzert, bei dem jeder Teilnehmer von zu Hause aus das in dieser Zeit am besten vorbereitete Stück vortrug. Die Klangqualität ist je nach Gerät nicht immer gleich gut, aber dafür haben Online-Konzerte den Vorteil, dass man nirgendwo hinfahren und nicht ständig stillsitzen muss. Die Siegerehrung brachte hervorragende Leistungen zutage. Weit voraus mit 35 Stunden und 20 Minuten Übezeit in 15 Tagen war eine 11-jährige! Sie gewann den ersten Preis mit Urkunde und durfte sich selbst ein Noten-Geschenk aussuchen. Alle Teilnehmer bekamen eine kleine musikalische Anerkennung – die größte Belohnung ist ohnehin das Vorankommen und die Freude an der Musik. Und ich bin auch sehr glücklich darüber.
    Herzliche Grüße
    Gudrun Huber

    • Vielen Dank für die großartige wöchentlich Inspiration, liebe Frau Holzer-Rhomberg! Vor drei Wochen habe ich zufälligerweise mit meinen Schülern auch so ein Videoprojekte gestartet. Das Videoschneiden steht mir in den Osterferien dann noch bevor, aber die Tonspur ist bereits fertig und hat mich und die Schüler gefreut. Ich habe das Ganze als „digitale Projektwoche“ organisiert: Der reguläre Onlineunterricht fand dann eine Woche lang nicht statt, aber zusätzlich zum Videoensemble gab es dann noch eine Etüdenchallenge zum Thema Tempo.
      Man muss dazu sagen, dass ich gerade sehr viele SchülerInnen zwischen 13 und 17 habe, die einfach schon selbstständig mitarbeiten. Jeden Tag habe ich ein Video-Tutorial erstellt mit einem neuen Übeaspekt zum Thema „auf Tempo üben“ und die SchülerInnen konnten mir jederzeit Zwischenstände schicken und Tipps einholen. Hinterher gab es individuelle Rückmeldungen und Preise, nicht nur für die schnellste Etüde (es gab drei verschiedene, je nach Spielniveau), auch für die lockerste Bogenhand, die überzeugendste Dynamik, die größte Steigerung innerhalb der Woche etc..
      Hinterher habe ich eine anonyme Umfrage gemacht, die ergab, dass allen Schülern die Challenge und das Video sehr viel Spaß gemacht hat, inklusive toller Vorschläge für eine eventuelle Wiederholung. 75 Prozent gab an, erheblich mehr geübt zu haben als sonst. Für mich war es natürlich durchaus aufwendig (hauptsächlich in Vor- und Nachbereitung), aber, und damit wären wir wieder beim Thema Motivation: Die eine Woche Abwechslung vom pausenlosen Onlineunterricht hat auch mir wieder mehr Auftrieb gegeben!
      Bei uns in Niedersachsen bleibt der Einzelunterricht weiterhin verboten und ich spiele mit dem Gedanken, eine weitere digitale Projektwoche einzubauen.
      Ich freue mich auf ihre Fortbildung am 16.4.!
      Viele Grüße, Carla J.

      • Liebe Carla,
        da haben Sie aber unglaublich viel Engagement, Zeit und Energie investiert in Ihre Projekte! Und dann jeden Tag ein Video-Tutorial gedreht!!!! Auch die Bewertungskriterien für Ihre Etüden-Challenge finde ich ganz toll! Und hinterher haben Sie das alles auch noch evaluiert! Da kann ich nur sagen: Respekt! Herzliche Gratulation!
        Liebe Grüße,
        Andrea Holzer-Rhomberg

    • Liebe Frau Huber,das klingt ganz toll! Da ich auch gerade mit meinen Schülern in einem mehrwöchigen Übeworkshop bin: auf welcher Internetseite haben Sie die Eintragungen der Schüler gesammelt? Vielen Dank für die Anregung und herzliche Grüße!

  3. Liebe Andrea, das ist ja eine tolle Idee! Mit welchem Programm hast du denn die Filme synchronisiert und zusammen geschnitten? Viele Grüße

    • Liebe Berit,
      ich arbeite da mit dem Programm Magix Video deluxe, das hatte ich mir vor Jahren mal gekauft. Es funktioniert gut, allerdings weiß ich noch nicht, ob mir die zur Verfügung stehenden Spuren bei diesem Projekt ausreichen werden! Einen Teil habe ich schon bearbeitet, aber der größere Teil steht mir noch bevor!
      Liebe Grüße,
      Andrea

  4. Liebe Frau Holzer-Rhomberg, allen Respekt für Ihr attraktives Projekt!
    Für den Kontrabass steht leider kein sehr reichhaltiges Angebot an Play-alongs etc zur Verfügung, auch nicht etwa von Tom Play.
    Ich habe also im Januar für diesen Lockdown eine „Challenge“ ins Leben gerufen, an der sich alle Schüler beteiligen konnten.
    In einem geschützten Raum meiner Website posten die Schüler seitdem Videos mit ihrem Liebliegsstück incl. Kommentar,
    sie stellen ein selbst geschriebenes Stück/ Übung vor, spielen eine besonders anspruchsvolle Stelle oder zeigen wie sie den Bogen halten.
    Ich selbst konnte durch die „Challenge“ meine Schüler wieder mal in klanglich befriedigender Form hören, und sie profitierten natürlich von dem selbst gestellten Zwischenziel.
    Besonders freue ich mich aber über die weniger planbaren „Nebenwirkungen“ der Sache, denn nun möchten manche aus der Klasse unbedingt das gleiche Stück wie XY spielen
    oder wollen die Übung eines Mitschülers bewältigen- trotz Fernunterricht ist so ein wenig Kommunikation in der Bassklasse entstanden.
    Mit den bässten Grüßen!
    Ihr Michael Pöhlmann

  5. Liebe Frau Holzer-Rhomberg,
    das klingt spannend. Ich habe bisher mit meinem Quartett ein paar Aufnahmen gemacht, allerdings musste mein Sohn die Spuren übereinander legen, da ich mich noch nicht daran getraut habe.
    Über die Motivation, die aus Auftritten resultiert habe ich mir auch Gedanken gemacht und insbesondere meine kleinen Schüler, von denen ich in diesem Jahr sehr viele habe, konnten noch keine Musizierstunden oder Auftritte erleben oder mitmachen.
    Daher bin ich- auch ein wenig, um meine eigenen Ressourcen zu schonen, die in dieser Zeit doch sehr weggezehrt werden- auf die Idee gekommen „Applauspatenschaften“ zu gründen.
    Die Kinder konnten ein Stück ihrer Wahl mit Playalong aufnehmen- dabei war es ihnen überlassen, ob Video oder Audio-, sich kurz vorstellen und eventuell ein Bild zum Stück malen. Diese Aufnahme, sowie die Bilder habe ich dann EINER vertrauensvollen Person aus meinem Bekanntenkreis geschickt. Diese Person wiederum hat dem Kind einen Applausbrief oder eine -mail geschickt (die Kinder durften entscheiden, was sie lieber wollen).
    Es haben sich nicht alle Kinder getraut, aber die, die über ihren Schatten gesprungen sind, haben in der darauffolgenden Stunde glücklich strahlend von ihren Briefen erzählt und wollten am liebsten gleich noch eine Aufnahme schicken.
    Viele Grüße
    Sandra Gamberger

  6. Liebe Frau Holzer-Rhomberg,

    ich plane ein kleines „Hörspiel“. Die Schüler hören sich die verschiedenen Beiträge zu Hause in Ruhe an. Danach sollen sie eine Schüler- Reihenfolge-Liste schreiben. Wer alles richtig hat, bekommt einen kleinen Preis.

    Herzliche Grüße
    Antje Schaffranietz

    • Liebe Frau Schaffranietz,
      wie genau läuft das mit dem „Hörspiel“? Sind das von den Schülern selbst eingespielte Audio-Beiträge, denen die anderen Schüler dann den richtigen Titel und den vortragenden Schüler zuordnen sollen? Habe ich das so richtig verstanden?
      Liebe Grüße,
      Andrea Holzer-Rhomberg

      • Liebe Frau Holzer-Rhomberg,
        ja, es sind von den Schülern selbst eingespielte Audio-Beiträge die sie mir zuschicken. Zwischen den Beiträgen erzähle ich etwas kurz über die Titel oder den Komponisten o.a. Sie sollen „nur“ noch herausbekommen, wer was gespielt hat. Es müssen auch keine Stücke sondern es können auch Übungen, bzw. teilweise erarbeitete Stücke sein. So hören sich die Schüler wenigstens ab und zu mal gegenseitig, bekommen die gegenseitige Entwicklung mit und lernen die verschiedensten Werke kennen.

        Liebe Grüße
        Antje Schaffranietz

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