„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Sprichwort haben Sie sicher auch schon oft gehört. Benutzen Sie eine bildhafte Sprache im Unterricht? Tatsächlich ist es so, dass man durch ein „Bild“ oder eine Metapher einen Sachverhalt oft viel leichter verstehen kann als durch lange verbale Erklärungen. Neue Informationen verankern sich im Gehirn am besten, wenn man sie mit Bildern verknüpft. Das weiß man heute aus der Gehirnforschung. Bilder sind sozusagen eine Art „Abkürzung“ zum Verständnis.
Emotionen durch bildhafte Sprache
Eine bildhafte Sprache weckt Emotionen. Wenn ich im Geigen-Unterricht vom kleinen Zwerg spreche, der in der linken Hand sitzt und zuhört beim Geigen, ist jedem Kind sofort klar, wie es die Hand halten sollte. Der Zwerg soll ja bequem sitzen können. Er sollte weder herauspurzeln noch eingezwickt werden. Dieses „Bild“ des Zwergleins wirkt viel einprägsamer als die verbale Formulierung: „Halte dein Handgelenk gerade.“
Bilderpool
Bei meiner gestrigen streicherpädagogischen Fortbildung haben wir unter anderem auch über die Vorteile von Bildern und Metaphern im Instrumental-Unterricht gesprochen. Ein sehr erfahrener und engagierter Kollege hatte die Idee angeregt, gemeinsam einen „Bilderpool“ für den Unterricht anzulegen, auf den jeder Streicherlehrer bei Bedarf zugreifen kann. Ziel: Es sollten möglichst viele Lerninhalte in bildhafter Sprache dargestellt werden.
Sehr gerne setze ich hier mit diesem Beitrag einen Beginn zu diesem „Bilderpool“ und stelle diesen Artikel als Plattform für die „pädagogische Bildersammlung“ zur Verfügung. Wenn Sie also ein „Bild“ beisteuern möchten, schreiben Sie bitte einfach zuerst den Lerninhalt bzw. das pädagogische Thema in den Kommentar. Beschreiben Sie anschließend das passende „Bild“ dazu. Es sind selbstverständlich auch mehrere „Bilder“ zu einem Lernschritt möglich. So kann jeder sofort erkennen, um welchen Lernschritt es sich handelt und ein für seinen Schüler oder seine Schülerin passendes „Bild“ dazu finden.
Hier ein Beispiel:
Lernschritt: Freie Bewegungen des linken Armes
Bild dazu: Zupfen der Saiten mit dem kleinen Finger der linken Hand und den ganzen Arm dabei hin- und herschwingen lassen schwingen lassen wie das Pendel einer Pendeluhr.
Ein anderes Bild zu diesem Lernschritt: In der linken Ellbogenbeuge sitzt ein Äffchen, und der Arm schwingt beim Zupfen der Saite hin und her wie eine Affenschaukel.
Ich freue mich schon sehr auf Ihre „Bilder“!
Herzlichst,
Ihre Andrea Holzer-Rhomberg

