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Fragen über Fragen …

Passion4StringTeaching Veröffentlicht am 9. November 2019 von Andrea Holzer-Rhomberg9. November 2019
Fragen über Fragen

Warum klingt deine Geige anders als meine? Warum steht diese Note auf dem Kopf? Was ist dieses runde Ding (Hygrometer) in deinem Geigenkoffer? Was bedeutet das Zeichen vor dieser Note? Fragen über Fragen …

Sicher kennen Sie das auch. Manche Kinder kommen aus dem Fragen gar nicht heraus. Oft beginnt es schon, bevor sie die Geige auspacken. Wie gehen wir als Instrumentallehrer in der sowieso schon kurz bemessenen Unterrichtszeit damit um?

Wirkliches Interesse oder versuchte Ablenkung?

Als erstes sollten wir unterscheiden lernen, ob die Kinder wirklich an den nachgefragten Informationen interessiert sind, oder ob sie eventuell uns nur in ein Gespräch verwickeln wollen, um den Unterricht so gemütlich und anstrengungslos wie nur möglich hinter sich zu bringen, nach dem Motto: Je mehr ich frage, desto weniger muss ich spielen, und der Lehrer oder die Lehrerin merkt nicht, dass ich nicht geübt habe. Bei solchen „Ablenkungsfragen“ sollten wir uns nicht lange aufhalten, sondern mit dem Kind zügig in Aktion kommen.

Ebenso können aber auch wirkliche „Interessensfragen“ – wenn sie nicht kurz und bündig zu beantworten sind – den Fluss einer Unterrichtsstunde unterbrechen, sodass der Fokus verloren geht. Wie können wir nun auf eine möglichst befriedigende Art für Schüler und Lehrer mit diesen Fragen umgehen? Hier ein paar Gedanken dazu:

Kurze Fragen

beantworte ich meist sofort. Bei Fragen, die eine etwas längere Erklärung benötigen, entscheide ich danach, ob diese Frage gerade zum jetzigen Lerninhalt passt oder eher nicht. Ich habe schon Kinder erlebt, die beim Thema Notation und Musiktheorie so wissbegierig wurden, dass ich tatsächlich Lerninhalte vorgezogen habe, die ich eigentlich für einen späteren Zeitpunkt geplant hatte. In so einem Fall von Begeisterung und Wissensdrang lasse ich mich durchaus von meiner Stundenplanung abbringen, und arbeite mit diesem Kind am gewünschten Thema weiter. Es zeigt sich auch immer wieder in meiner Unterrichtspraxis, dass sich das wirklich lohnt, denn was mit so einer Begeisterung gelernt wird, bleibt im Gedächtnis.

Komplexe Fragen

Es gibt auch Fragen, deren Inhalte einfach zu komplex sind, um sie in einer Lektion hinreichend beantworten zu können. In so einem Fall gebe ich dem Kind einen Anhaltspunkt, erkläre z. B. einen Teilaspekt, und versichere ihm, dieses Thema zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich zu behandeln. Oft handelt es sich bei diesen Fragen um aufbauendes Wissen, das in mehreren Schritten aufbereitet werden muss. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, möglichst in jede Lektion Inhalte aus allen Bereichen der Musik einzubauen, nicht nur die Spieltechnik zu vermitteln. Die Kinder sollen ja das, was sie auf ihrem Instrument spielen können, auch musikalisch verstehen.

Recherche-Aufträge

Da ich gar nicht immer nur der „Informationsgeber“ sein möchte, sondern viel eher darauf setze, die Kinder in eine Selbsttätigkeit zu bringen, versuche ich oft, meine Schüler durch weitere Fragen selbst zu einer Antwort zu leiten. Ein wunderbares Mittel dazu sind auch Recherche-Aufträge zu einem bestimmten Thema. Diese führen oft zu einer sehr intensiven Auseinandersetzung mit einer Sache, vor allem bei schon etwas älteren Schülern. Da wird dann nach Komponisten gegoogelt, da werden You-Tube-Videos verglichen, da werden Stilmerkmale beschrieben usw.

Fokus behalten

Manchmal ist man im Unterricht gerade so intensiv bei einer Sache, dass eine Frage in diesem Moment den Lernfluss unterbrechen würde. Dann empfiehlt es sich, die Beantwortung der Frage auf den Schluss der Unterrichtseinheit zu verschieben, um den Fokus zu halten. In so einem Fall notiere ich mir die Frage kurz, und sage dem Schüler, dass ich diese Frage am Ende der Unterrichtsstunde beantworten werde. Das muss dann aber auch wirklich geschehen, das darf ich nicht „vergessen“.

Fazit

Ich persönlich liebe es, wenn meine Schüler Fragen stellen. Das zeigt mir, dass sie interessiert und wissbegierig sind. Sie wollen sich mit der Materie auch intellektuell auseinandersetzen. Ich liebe es, die Kinder durch weiteres Nachfragen meinerseits selber Antworten finden zu lassen. Ich liebe es, mich mit meinen Schülern – egal welchen Alters – respektvoll auszutauschen. Wir sollten Kinder niemals unterschätzen. Ich finde es oft unglaublich spannend, was Kinder für Fragen stellen, was sie für eine Sicht der Dinge haben! Auch wir als Lehrpersonen können im Austausch mit unseren Schülern unglaublich viel lernen!

Wie gehen Sie mit Fragen im Unterricht um? Empfinden Sie sie als störend oder begrüßen sie sie? Über einen Austausch mit Ihnen darüber im Kommentar würde ich mich sehr freuen!

Herzlichst,

Ihre Andrea Holzer-Rhomberg

Veröffentlicht unter Lehrer,Schüler,Unterricht | Kommentar hinterlassen

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