Schüler zu einer flexiblen, lockeren Bogenhaltung zu führen, bei der sich die Finger – wie es scheint – den Bewegungen des Bogens immer fein „anpassen“, ist eine große Aufgabe. Schließlich wollen wir ja einen klaren, vollen Ton erzeugen, und es soll auch nicht bei jedem Bogenwechsel kratzen. Eine solch flexible und sensible Bogenhaltung ist ja geradezu die Basis für einen guten Klang am Streichinstrument.
Ohne manuelle Hilfe?
Viele Lehrer geben den Kindern deshalb in den ersten Unterrichtsstunden manuelle Hilfe beim Streichen, d. h. sie führen den Bogen des Kindes mit, bis das Kind ein Gefühl für das Streichen bekommt. In letzter Zeit war aber so eine manuelle Hilfe nicht mehr möglich, zuerst durch den Online-Unterricht, und jetzt durch die Abstandspflicht. „Wie können wir unsere Schüler trotzdem zu einer flexiblen Bogenhaltung führen auch wenn wir im Unterricht Distanz halten müssen,“ fragte mich unlängst eine Kollegin.
3 Übungen für eine flexible Bogenhaltung
Es gibt eine Reihe von Bogenhaltungsspielen, die man vorbereitend ausführen kann. Ausschlaggebend ist aber, dass die Kinder diese Bewegungen, die sie im Spiel meist problemlos ausführen können, auch auf das Streichen mit dem Bogen übertragen können. Dazu habe ich drei kurze Videos aufgenommen.
Übung 1:
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Mehr InformationenÜbung 2:
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Mehr InformationenÜbung 3:
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Mehr InformationenAktive Bewegungen
Diese Bewegungen werden erst einmal alle „aktiv“ ausgeführt. Es geht darum, diese Bewegungsmuster zu „erfühlen“. Die Finger der Bogenhand sollen dadurch sensibilisiert werden, um auf die verschiedenen Bewegungen des Bogens wie Richtungswechsel, Kontaktstellenwechsel, unterschiedlich stark eingesetztes Armgewicht an verschiedenen Bogenstellen usw. „reagieren“ zu können. Meiner Erfahrung nach tragen diese Übungen sehr zur Flexibilität der Bogenhaltung und damit zu einem guten Klang am Streichinstrument bei.
Sicher haben Sie noch eine Menge anderer nützlicher Übungen für diesen Zweck in Ihrem „pädagogischen Nähkästchen“! Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen!
Herzlichst,
Ihre Andrea Holzer-Rhomberg

