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Leistungsbeurteilung im Instrumentalunterricht

Passion4StringTeaching Veröffentlicht am 16. Juni 2019 von Andrea Holzer-Rhomberg16. Juni 2019
Leistungsbeurteilung im Instrumentalunterricht

Wie immer – am Ende eines Schuljahres – sind wir als Lehrer einer Musikschule verpflichtet zu einer Leistungsbeurteilung unserer Schüler. Das ist durchaus keine einfache Aufgabe. Wie beurteilt man das instrumentale und musikalische Können eines Kindes? Nach welchen Kriterien soll man beurteilen und in welcher Art? Die Gepflogenheiten sind oft von Musikschule zu Musikschule verschieden. An der einen Schule gibt es Ziffernnoten von 1 bis 5 wie in der Regelschule, an einer anderen Schule gibt es Prädikate von „Ausgezeichnet“ bis „Nicht Entsprechend“, wieder andere Schulen bieten eine verbale Beurteilung an.

Wozu überhaupt Leistungsbeurteilung in einem künstlerischen Bereich?

Die Leistungsbeurteilung soll dem Kind ein Feedback über sein instrumentales und musikalisches Lernen im vergangenen Musikschuljahr geben. Sie soll die jungen Menschen vor allem aber auch motivieren, sich in diesem künstlerischen Bereich weiterzuentwickeln. Um dieses „Flämmchen“ der Motivation anzuzünden und am „Brennen“ zu erhalten, bedarf es aber meines Erachtens mehr als nur einer Ziffernnote am Ende eines Schuljahres. Ich denke, eine Nachfrage zum häuslichen Üben in der vergangenen Woche und ein Feedback zum Resultat sowie eine Anregung zu weiteren Lösungsfindungen sollte in jeder Unterrichtsstunde erfolgen.

Was kann man konkret beurteilen?

Es gibt einerseits klar messbare Dinge, wie z. B. eine bestimmte Tonleiter mit ausgesuchten Stricharten in einem vorgegebenen Tempo sauber zu spielen. Daneben gibt es aber auch Bereiche, die sehr schwer zu „messen“ sind, wie z. B. künstlerischer Ausdruck, Kreativität und dergleichen.

Bei manchen Zeugnisformularen sind Beurteilungskriterien angegeben wie:

  • Spieltechnische Fertigkeiten
  • Rhythmische Sicherheit
  • Musikalisches Vorstellungsvermögen
  • Musiktheoretische Kenntnisse
  • usw.

Meiner Erfahrung nach können vor allem junge Schüler mit diesen Begriffen nicht viel anfangen. Deshalb wäre meiner Ansicht nach ein verbales Feedback oder zumindest eine zusätziche verbale Erklärung leichter verständlich, z.B.:

„Du kannst jetzt sehr schön die einzelnen Saiten streichen, ohne dass unbeabsichtigt eine Nachbarsaite mitklingt“.

oder:

„Du hast in diesem Stück durch das bewusste Verändern der Kontaktstelle ganz unterschiedliche Lautstärken und Klangfarben erzeugt.“

Zielsetzung und Leistungsbeurteilung

Leistungsbeurteilung steht für mich auch in sehr engem Zusammenhang mit Zielsetzung. Je klarer ein Ziel definiert ist, umso deutlicher ist erkennbar, ob es erreicht wurde oder nicht. Deshalb ist es so wichtig, die Lernziele, auch die ganz kleinen Schritte, für unsere Schüler ganz genau zu definieren und ihnen verständlich zu machen. Dann können wir die Kinder anregen, selbst Wege zu finden, um dieses Ziel zu erreichen. Am Schluss können die Kinder selber erkennen, ob sie das Ziel erreicht haben. Das ist es, was meiner Erfahrung nach am meisten motiviert.

Regelmäßiges Feedback

Ich bin der Ansicht, dass sowohl die Entwicklung der instrumentalen Spieltechnik als auch das Erkennen und Verstehen musikalischer Phänomene – das ich als Voraussetzung für den künstlerischen Ausdruck ansehe – beides Ergebnisse einer kontinuierlichen konzentrierten Beschäftigung mit dem Instrument und der Musik sind. Deshalb hängt eine „gute Leistung“ eigentlich immer mit Anstrengungsbereitschaft zusammen. Diese Anstrengungsbereitschaft gilt es bei unseren Schülern zu kultivieren! Das geht aber nur mit regelmäßigem Feedback und Anregung zur Selbstreflexion. Dabei helfen Fragen wie: Hat sich beim Üben der erwünschte Erfolg eingestellt? Wenn ja, woran genau lag das? Wenn nein, woran könnte das gelegen haben? Gab es ein Problem? Was für ein Problem war das konkret, und was für eine Lösung könnten wir dafür finden? Hast Du einen Vorschlag?

Leistungsbeurteilung als Standortbestimmung

Durch diese regelmäßige Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun, mit der eigenen Anstrengungsbereitschaft, mit der eigenen „Leistung“, lernen die Schüler selber, ganz klar ihren eigenen Standort auf dem Entwicklungsweg einzuschätzen. Sie lernen auch, dass ihre „Leistung“ in einem direkten Verhältnis zu ihrem „Arbeitseinsatz“ steht. Unter diesen Gesichtspunkten sehe ich eine regelmäßige Leistungsbeurteilung – ich nenne es lieber ein regelmäßiges „Feedback“ – im Instrumentalunterricht als sehr sinnvoll an, denn die jungen Menschen erkennen dadurch, dass sie sich durch ihren eigenen persönlichen Einsatz immer weiterentwickeln können!

Wie stehen Sie zu Leistungsbeurteilung im Instrumentalunterricht? Wie praktizieren Sie diese? Nach was für Kriterien gehen Sie vor? Auf Ihre Erfahrungsberichte im Kommentar freue ich mich sehr!

Herzlichst,

Ihre Andrea Holzer-Rhomberg

Veröffentlicht unter Leistungsbeurteilung,Unterricht | Kommentar hinterlassen

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